Hundetrockenfutter ist schädlich.

Die Nahrungsmittelproduktion hat sich durch die industrielle Revolution stark verändert. Damit eine lange Haltbarkeit gegeben ist und eine schnelle Zubereitung der Gerichte möglich wird, werden stark verarbeitete Produkte in Kombination mit einer langen Liste verschiedener chemischer Zusatzstoffe verwendet. Die Nahrungsmittelqualität sinkt rapide ab, was sich negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirkt. Doch auch die Qualität von Fertighundefutter, insbesondere Trockenfutter hat sich stark zum Negativen entwickelt. Die Gesundheit des Vierbeiners und dessen Lebensqualität wird durch minderwertiges Hundefutter radikal eingeschränkt.

Wie sich der Hund vor seiner Domestizierung ernährte

Auch wenn es bis heute noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, der Hund stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Wolf ab. Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass sich die Entwicklung von Hund und Wolf vor gut 15.000 Jahre trennte. So oder so, auch wenn man die Entwicklungsgeschichte des Hundes völlig außer acht lässt, er ist und bleibt ein Fleischfresser. Zubereitetes Essen, entspricht eher seinem Naturell. Obwohl der Vierbeiner bereits vor mehreren Jahrhunderten vom Mensch domestiziert wurde, ist und bleibt der Hund ein Jäger, der es gewohnt ist sich von fermentierten Aas und frischem Fleisch zu ernähren. Erst seit knapp achtzig Jahren bekommt der Hund vom Menschen gekochte und verarbeitete Lebensmittel. Mit dem Beginn der industriellen Revolution hielt bei den Hundehaltern auch das Trockenfutter Einzug.

Der Hund ist kein Allesfresser: sein Darm und Gebiss beweisen es

Hundefutter - Trockenfutter ist schädlichNicht alleine aus evolutionärer Sicht, ist der Hund kein Allesfresser. Sieht man sich sein Gebiss näher an, gibt es einen deutlichen Hinweis darüber, welche Ernährungsweise für den Vierbeiner die richtige ist. In Kombination mit der kompletten Verdauungsphysiologie des Hundes, wird es sehr schnell klar, dass der Hund ein reiner Fleischfresser ist. Der Hund verfügt über kräftige und ausklappbare Kiefer und hat eckige- bzw. dreieckige Zähne. Perfekt, um das Fleisch von den Beutetierknochen zu reißen, Knochen oder Knorpel zu zermahlen. Gleichzeitig hat der Hund keinerlei Modulare. Das sind Zähne, über die jeder Pflanzenfresser normalerweise verfügt. Nur mit den Modularen kann das Pflanzenmaterial so zerkleinert werden, dass es vom Magen verarbeitet werden kann.

Auch am Magen des Hundes kann man sehen, dass der Vierbeiner ein reiner Fleischfresser ist. So hat das Tier keinen typischen 4-Kammer-Magen, wie man es von typischen Pflanzenfressern gewohnt ist. Durch den 4-Kammer-Magen wird die Verdauung verlangsamt und auch komplexe Kohlehydrate (z. B. Stärke) können vergärt werden. Der Hund hat allerdings einen sehr großen Marken samt einen extrem kurzen Verdauungstrakt samt Blinddarm.

Daraus resultiert, dass der Hund nur proteinreiche Lebensmittel fressen kann. Durch die spezielle Konstitution des Verdauungstraktes ist eine schnelle Verdauung und Absorption der Nährstoffe sichergestellt. Für den Hund ist es kein Problem, mehrere Tage ohne Futter auszukommen. Schließlich trifft der Fleischfresser in freier Wildbahn nicht immer auf die passende Beute. Trotz extremen Hunger, würde der Hund niemals auf die Idee kommen, dem Bauern das Getreide vom Feld zu stehlen.

Sieht man sich die Darmlänge eines Pflanzenfressers an, sieht man deutliche Unterscheide zum Hund. Während zum Beispiel der Darm einer Ziege zwischen 20 und vierzig Meter misst, hat der Hund gerade mal eine Länge von 2-7 Meter. Er braucht auch keinen längeren Darm, da tierische Proteine leichter verdaulich sind, als Kohlenhydrate oder pflanzliche Proteine.

Warum Trockenfutter für den Hund nicht optimal ist

Alleine aufgrund der speziellen Ethnologie des Hundes, merkt man recht schnell, dass der Vierbeiner fast ein reiner Fleischfresser ist. Dazu im Widerspruch steht jedoch, wie die meisten Hundebesitzer ihre Vierbeiner ernähren. Haben Sie sich schon einmal die Zusammensetzung von Trockenfutter näher ansehen? Trockenfutter besteht zu über sechzig Prozent aus Kohlenhydraten. Dazu nur sehr wenig Feuchtigkeit und ein geringer Anteil an Proteinen. Meist sind die Proteine noch minderwertige Qualität.

Die meisten Proteine im Hunde Trockenfutter stammen aus pflanzlichen Quellen. Betrachtet man die übliche Ernährungsweise des Hundes, braucht man keine große Vorstellungskraft, dass Trockenfutter aus biologischer und physischer Sicht keine gute Idee ist. Dennoch wird vielen Hunden regelmäßig Trockenfutter zu fressen gegeben. Dabei stellt sich aber die Frage warum.

Die Geschichte des Trockenfutters

Das Trockenfutter entstand während der Depression, als die Kosten für das Tierfutter zu hoch waren. Die Menschen konnten sich selbst nicht einmal ausreichend essen leisten. Dementsprechend hoch war die Nachfrage nach Trockenfutter. Frische Nahrung und hochwertiges Fleisch waren einfach zu teuer. Die Menschen konnten es einfach nicht bezahlen.

Kurz darauf, kam der Zweite Weltkrieg und der Mangel blieb und die Popularität von Trockenfutter nahm erneut zu. Hierfür war nicht nur der Kostenfaktor ein Grund, denn Trockenfutter ist wesentlich länger haltbar als frische Nahrung, sondern auch deutlich einfacher zu handhaben.

Hunde überleben auch mit minderwertigem Futter

Die Menschen haben sehr schnell begriffen, dass ihre Hunde auch mit sehr schlechtem Futter überleben konnten und unteranderem auch sehr alt wurden. Warum sollte man den deutlich mehr Geld für hochwertige Nahrung ausgeben, wenn man sein Tier auch so am Leben erhalten kann. Dabei wird die niedrige Qualität der Proteine im Hundefutter gerne akzeptiert.

Doch mittlerweile hat sich einiges geändert. Nicht nur, dass es heute keinen Mangel mehr gibt, die Menschen haben auch ihren Blick auf Ihre Haustiere geändert. Während der Hund früher ein reines Nutztier war, ist er heute eher ein festes Familienmitglied. Eben aus diesem Grund ist es wichtig, dass man die Ernährung seines Haustiers überdenkt, denn die industrielle Fütterungsweise zieht deutliche Nachteile nach sich.

Die Nachteile der industriellen Fütterung

Füttert man seinem Hund industriell hergestelltes Hundefutter, egal ob Trocken- oder Nassfutter, kommt es zu:

  • Autoimmunerkrankungen
  • Chronischen degenerativen Erkrankungen
  • Nierenschäden
  • Allergien
  • Probleme mit Leber und Pankreas
  • usw.

Nicht nur immer mehr Menschen leiden an Krebs, auch immer mehr Haustiere sind davon betroffen. Ihre Erbanlagen werden durch die falsche Ernährungsweise nachhaltig verändert. Ein Problem, das man auf keinen Fall unterschätzen sollte. Vor allem wenn einem sein Haustier wirklich wichtig ist, sollte man sich unbedingt Gedanken über eine artgerechte Ernährung machen.

Die industrielle Fütterung eines Hundes rächt sich – wissenschaftliche Studien belegen das

Das Thema industrielle Fütterung von Hunden und die damit verbundenen Folgen, weckte auch die Aufmerksamkeit einiger Wissenschaftler. In Schweden wurden einige Studien gestartet, die die fatalen Folgen von Trockenfutter belegen sollten. Die Führung der Studie übernahm Dr. Kollath.

Für die Studie wurden junge Hunde unter Labor Bedingungen aufgezogen und wurden schon sehr früh mit industrieller Nahrung großgezogen. Anfangs wirkten die jungen Hunde jung und fidel, doch je älter sie wurden, desto mehr zeigten sich degenerative Krankheitssymptome. Zudem zeigte sich ein verfrühter Alterungsprozess. Parallel wurde eine Probandengruppe großgezogen. Diese bekamen nur Organe, rohes Fleisch und andere tierische Proteine. Bei dieser Gruppe gab es keinerlei Anzeichen für degenerative Krankheiten oder ein verfrühter Alterungsprozess.

Im Belgien gab es eine ähnliche Studie. Dabei wurden mehr als fünfhundert Haushunde für die Dauer von fünf Jahren begleitet. Während dieses Zeitraums wurden die Tiere mehrmals untersucht. Das Ergebnis war der Beweis, dass die Tiere, die mit hochwertigen Hundefutter in Lebensmittelqualität ernährt wurden, wesentlich gesünder waren. Deutlich gesünder als die Hunde, die mit industriell hergestellter Tiernahrung gefüttert wurden. Dabei kam heraus, dass die Tiere, die hochwertig ernährt wurden gut 32 Monate länger lebten, als die Hunde, die industriell ernährt wurden.

Trockenfutter: Zu wenig Feuchtigkeit

Ein weiteres Problem von Hundetrockenfutter ist der geringe Feuchtigkeitsgehalt. Sieht man sich die Fressgewohnheiten des Wolfes oder von wildlebenden Hunden an, wird man sehr schnell merken, dass beide ihre Beutetiere komplett auffressen. So beträgt der Flüssigkeitsgehalt des Kaninchens 70-80%. Flüssigkeit, die der Wolf beim Fressen des Beutetieres aufnimmt. Ähnliches gilt bei Hunden, die mit Rohfleisch verköstigt werden. Dadurch ist eine optimale Versorgung des Vierbeiners mit Flüssigkeit gewährleistet. Trockenfutter enthält maximal zehn Prozent Feuchtigkeit, so dass der Körper des Hundes dauerhaft zu wenig Feuchtigkeit bekommen. Das hat dauerhafte Konsequenzen für den Gesundheitszustand des Tieres.

Die Inhaltsangaben auf dem Trockenfutter: Nicht immer stimmt die Deklaration

Die Inhaltsangabe auf dem Trockenfutter ist so eine Sache. Man kann sich nicht so wirklich sicher sein, ob wirklich das drin ist, was draufsteht. Vor allem die Angabe von frischem Fleisch ist mit Vorsicht zu genießen. Auf dem Hundefutter wird das frisch Fleisch angegeben. Im Futter ist das Fleisch aber allerdings als reine Trockenmasse vorhanden. Das bedeutet, dass man gut siebzig Prozent wieder gegenrechnen kann, damit man auf den tatsächlichen Fleischgehalt des Hundefutters kommt.

Problematisch ist vor allem auch der Einsatz Konservierungsmittel zu sehen. Daneben durchläuft das Futter eine extreme Art der Erhitzung, damit das länger haltbar bleibt. Frisches Fleisch, ist das allerdings dann nicht mehr. Außerdem werden viele Inhaltsstoffe nicht wirklich beim Namen genannt und unter charmanten Umschreibungen versteckt. So liest man auf der Verpackung statt Zucker, Dextrose, Saccharose, Karamellsirup, Traubenfruchtsüße und noch vieles andere. Eben durch diese Umschreibungen bekommt der Verbraucher nicht sofort mit, was wirklich im Hunde Trockenfutter drin ist.

Die Nachteile von Trockenfutter

a) ständige Dehydration

bei Trockenfutter mehr Wasser nötigDer Vierbeiner kommt zwar bis zu drei Wochen ohne Nahrung aus, doch bereits zehn Prozent zu wenig Flüssigkeit kann für den Hund gefährlich werden. Wird der Hund mit Trockenfutter ernährt, leidet er immer unter konstanten Flüssigkeitsmangel. Sobald das Hundefutter im Magen des Tieres landet, saugt es dort sämtliche vorhandene Flüssigkeiten auf.

Die Folge einer ständigen Unterversorgung mit Flüssigkeit sind groß. Die Organe des Hundes nehmen früher oder später Schaden, wodurch Erkrankungen entstehen und sich ausbreiten. Vor allem die Nieren werden stark in Mitleidenschaft gezogen, weil sie nicht mehr ausreichend gespült werden können. Über die Jahre erkrankt natürlich auch die Leber.

Probieren Sie es bei Ihrem Hund selbst aus. Füttern Sie Ihren Hund einige Tage mit nährstoffreichem, hochwertigem und artgerechtem Rohfleisch. Sie werden den Unterschied sehr schnell merken. Ihr Hund wird deutlich weniger Trinken, als während der Fütterungsphase mit Trockenfutter, aber trotzdem mehr urinieren. Der Hundekot wird weicher, warum sich ihr Vierbeiner deutlich einfacher erleichtern kann.

b) Trockenfutter ist deutlich schwerer zu verdauen

Aufgrund seiner festen Konsistenz ist Trockenfutter wesentlich schwerer für den Hund zu verdauen. Damit die gepressten Briketts aufgespalten werden können, ist nicht nur jede Menge Flüssigkeit von Nöten, sondern auch viel Platz. Dieser ist aufgrund der Anatomie des Hundes nun mal begrenzt. Daher kann sich das Trockenfutter nur geringfügig ausdehnen, wodurch auch nur eine geringe Menge Nährstoffe aus dem Futter gelöst werden können. Der Rest wird ungenutzt ausgeschieden.

Durch das Trockenfutter ist der Hund nicht nur einer permanenten Nährstoffunterversorgung ausgesetzt, sein Kotabsatz steigt deutlich in die Höhe.

c) Zu viel Inhaltsstoffe aus pflanzlichen Quellen

Die Basis jedes Trockenfutters ist Getreide. Das liegt daran, dass der Füllstoff äußerst günstig und vor allem lange haltbar ist. Aus diesem Grund wird Getreide gerne verwendet, um den geringen Fleischanteil von Trockenfutter auszugleichen. In der Theorie klingt das vielleicht toll, man darf aber nicht vergessen, Hunde sind keine Allesfresser!!! Die Vierbeiner gehören zur Gruppe der Karnivoren, und können ausschließlich nur geringe Mengen Kohlenhydrate und Getreide im Magen ihrer Beutetiere verarbeiten. Größe Mengen Kohlehydrate kann der Hund aufgrund seines Verdauungstraktes gar nicht verdauen.

Auch getreidefreies Trockenfutter ist nicht ganz so frei von Getreide, wie man vielleicht meint. Bei dieser Art Trockenfutter wird nicht mehr Fleisch verwendet, sondern ebenfalls auf Proteine aus pflanzlichen Quellen zurückgegriffen. Dadurch wird eine möglichst lange Haltbarkeit des Hundefutters gewährleistet. Ein optimal auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmtes Futter sieht anders ans!

d) Trockenfutter ist wesentlich schlechter verwertbar!

Kein Nahrungsmittel, dass der Hund frisst, wird von ihm komplett verwertet. Unverdauliche und überflüssige Stoffe werden wie beim Menschen ausgeschieden. Daher können Sie anhand der Kot-Menge sehr schnell beurteilen, ob das Hundefutter den Bedürfnissen Ihres Vierbeiners entspricht oder nicht.

Interessantes: Die Verwertbarkeit aufgrund der ernährungsphysiologischen Eigenschaften des Hundes ist von Futterart zu Futterart völlig verschieden. So liegt die Verwertbarkeit von Trockenfutter nur bei dreißig bis vierzig Prozent. Die Verwertbarkeit von industriellem Feuchtfutter mit einem Fleischanteil von 4% ist etwas höher und liegt bei 45-55%. Will man seinem Hund aber wirklich etwas Gutes tun, dann sollte man ihn mit Feuchtfutter mit 70%igem Fleischanteil, gegartem oder gekochtem Fleisch füttern. Hier liegt die Verwertbarkeit zwischen 80 -95%

Wichtig: Je geringer die Verwertbarkeit, desto größer die Kot-Menge. Zwar kommt es bei einer schlechten Verwertbarkeit nicht zu einer Nährstoffunterversorgung, doch werden die Organe des Hundes aufgrund des starken Kotumsatzes unnötig belastet.

e) Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe

Während Trockenfutter hergestellt wird, werden eine Menge Konservierungsstoffe verwendet, damit das Futter möglichst lange haltbar bleibt. Das wären Stoffe, wie Formaldehyd, BHA, Etoxyquin, BHT und noch einige andere. Eben diese Stoffe sind das Problem, denn diese können bei Katzen und Hunden gleichermaßen schlimme allergische Reaktionen hervorrufen.

Ein Umstand, der viele Hersteller von Hundefutter dazu verführt hat einen Trick anzuwenden in dem sie an der Inhaltsangabe drehen. Die Deklaration „Frei von Konservierungsstoffen“ heißt nicht, dass im Hundefutter tatsächlich kein Konservierungsmittel enthalten ist. Ob die für das Hundefutter verwendete Zutaten vor der Anlieferung beim Hundefutterhersteller mit Konservierungsmittel in Kontakt gekommen sind oder nicht, darüber hat er keinerlei Einfluss.

Damit das Trockenfutter für die Hunde trotz des geringen Fleischanteils interessant ist, werden dem Hundefutter sensorische Zusatzstoffe hinzugefügt. Das soll den Hunden ein intensives Geschmacks- und Geruchserlebnis bieten und natürlich sicherstellen, dass die Vierbeiner das Futter auch wirklich fressen. Würden die sensorischen Zusatzstoffe fehlen, würden die Hunde da Trockenfutter aufgrund fehlender oder mangelhafter Inhaltsstoffe links liegen lassen. Genau aus diesem Grund fügen die Hundefutterhersteller wirklich jeder Sorte sensorische Inhaltsstoffe hinzu.

f) Trockenfutter führt zu Schäden am Zahnfleisch und Zähnen

Bekommt der Hund Trockenfutter, verändert sich der pH-Wert des Hundespeichels. Da das Trockenfutter jede Art Flüssigkeit aufsaugt, nimmt die Konzentration von Magensäure zu, wodurch wiederum die Speichelbildung beeinflusst wird. Es kommt zu einem hohen pH-Wert. Die Zähne des Hundes werden langfristig geschädigt wodurch auch Zahnstein entsteht.

Gibt man seinem Hund Trockenfutter zu fressen sind schwere Zahnschäden zu erwarten. Davon sind nicht nur die Zähne, sondern auch das Zahnfleisch betroffen. Eine belegbare These, die nicht nur Trockenfutter betrifft, sondern auch industriell hergestellte Futtersorten, da diese einen hohen Zuckeranteil haben. Man darf nicht vergessen, dass Getreide und Kohlenhydrate im Körper in Zucker umgewandelt werden, was die Entstehung von Zahnstein begünstigt.

g) Das Risiko von Magendrehungen und Übergewicht steigt

Wie bereits erwähnt, besteht Trockenfutter zu überwiegenden Teilen aus Getreide und Kohlenhydrate. Beide, werden im Körper zu Zucker umgewandelt wodurch der Hund einer übermäßigen Zuckerbelastung standhalten muss. Das führt dazu, dass der Hund früher oder später Fett ansetzt, da pflanzliche Proteine wesentlich schlechtere Energielieferanten als tierische sind. Hinzu kommt, dass viele Hunde heute unter Bewegungsmangel leiden.

Das nächste Problem ist, dass es für den Hund wesentlich schwerer ist, Getreide und Kohlenhydrate zu verdauen. Bei tierischen Proteinen sieht das anders aus. Hier kann der Körper des Vierbeiners wesentlich schneller die wichtigen Nährstoffe entziehen. Neben der schlechten Verwertbarkeit des Hundefutters, quillt das Hundefutter im Magen auf, wodurch sich das Risiko für eine Magenverdrehung erhöht.

h) Inhaltsstoffe ohne Basis

Für die Herstellung von Trockenfutter werden unterschiedlichste Inhaltsstoffe verwendet, wie z. B. Tiermehle, verschiedene Fette, Pflanzenmehle und Getreide. Während der Produktion werden alle Zutaten zu einem festen und dicken Brei verarbeitet. Damit das Trockenfutter für Hunde interessant wird, werden ihm noch chemische Zusatzstoffe hinzugefügt, wie Konservierungs-, Farb- und Lockstoffe. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Hundefutter für die Vierbeiner auch wirklich interessant ist. Natürlich ist aber etwas anderes.

Im nächsten Schritt wird der Brei in Formen gefüllt und unter 300 Bar in Form gebracht, damit die Drops Ihre Form behalten. Zu guter Letzt werden diese noch bei bis zu 400 Grad Celsius getrocknet. Dadurch hat das Hundetrockenfutter eine maximale Restfeuchte von 4-6%. Durch den hohen Druck und die hohen Temperaturen werden alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien fast komplett zerstört.

i) Schimmelpilze und Milben machen auch vor dem Trockenfutter nicht halt

  • Getreide bzw. der Staub aller Getreidesorten enthält immer Milben. Milben sind bei Menschen und Tieren ein bekannter Auslöser für Allergien bzw. Futtermittelallergien. Selbst in sogenanntem Sensitiv-trockenfutter, dem Hundefutter das speziell für allergische Hunde entwickelt wurde, sind mit Milben belastet. Ein Teufelskreis entsteht.
  • Aufgrund seiner Charakteristika bietet Trockenfutter den optimalen Nährboden für Schimmelpilze. Den Schimmelbefall merkt man erst, wenn eigentlich zu spät ist. Die meisten bewahren ihr Hundefutter im offenen Sack, wodurch sich die Schimmelsporen im ganzen Raum verteilen.
  • Bei Untersuchungen verschiedener Futtersorten wurde bei vielen eine starke Belastung mit Salmonellen festgestellt. Hunde kommen zwar mit einem gewissen Maß an Salmonellen klar, doch eine Dauerbelastung tut auch dem Hund nicht gut. Früher oder später wird auch er mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben.

Die Vor- und Nachteile von Trockenfutter

Die Nachteile bei Trockenfutter überwiegen den relativ günstigen Preis. Vor allem wenn man betrachtet, welchen verheerenden Schaden das Futter bei unseren Haushunden anrichtet. Dennoch gibt es einige angebliche Vorteile, die von Hundehaltern, Tierärzten und Hundefutterherstellern angebracht werden. Hierbei handelt es sich aber nur um scheinbare Vorteile.

  • Trockenfutter macht satt, eine falsche Behauptung. Trockenfutter macht nicht schneller satt, sondern quillt im Magen des Hundes auf. Zwar hat der Hund eine entsprechende Menge im Magen, doch genügend Energie liefert dieses Futter nicht. Daneben entzieht ihm das Futter sämtliche Flüssigkeiten, wodurch er praktisch gesehen unter einer Dauerhydration leidet.
  • Mein Hund trinkt genügend: Der Hunde müsste das Vierfache an Flüssigkeit trinken, damit er den Flüssigkeitsentzug durch Trockenfutter ausgleichen könnte. Durch den ständigen Flüssigkeitsentzug wird der Hund früher oder später Probleme mit den Nieren bekommen. Es zeigen sich Entzündungen oder gar Blasensteine.
  • Trockenfutter ist gut für die Zähne, da der Hund intensiv kauen muss. Wie vorher in unserem Artikel erwähnt, verändert das Futter den pH-Wert des Speichels. Dadurch werden die Zähne und das Zahnfleisch des Tieres angegriffen. Die Reinigungswirkung von Trockenfutter ist so gut wie bei 0. Wollen Sie etwas für die Gesundheit Ihres Hundes tun, sollten Sie ihm lieber frische Knochen anbieten. Die Abriebwirkung der Knochen trägt positiv zur Gesundheit Ihres Kindes bei. Tipp. Die Zahngesundheit Ihres Hundes können Sie ganz schnell selber ermitteln. Machen Sie die Geruchsprobe. Sobald Ihr Hund unangenehm oder faulig aus Maul riecht, sollten Sie unbedingt etwas unternehmen.
  • Trockenfutter ist günstiger in der Anschaffung, doch wenn man die Nachteile dieser Futterart im Blick hat, wandelt sich dieser Vorteil sehr schnell zum Nachteil. Vor allem wenn man an die Kosten denkt, die durch die Besuche beim Tierarzt entstehen, weil das Tier aufgrund der schlechten Ernährung mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat.
  • Trockenfutter ist einfacher aufzubewahren und länger haltbar. Ja stimmt, Trockenfutter ist extrem haltbar. Doch genau das ist auch das Problem. Aufgrund der speziellen Konzeption des Hundefutters, ist das Futter zwar mit Schimmelsporen belastet, man sieht aber erst sehr spät, wenn das Futter nicht mehr verfüttert werden sollte. Hinzukommt, dass die Belastung von Trockenfutter mit Milben und Salmonellen relativ hoch ist.

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