Hundefutter Test 2017

Würden Menschen auf ihre Ernährung achten, genauso wie sie es bei ihren Tieren, den Hunden tun, wäre es um die allgemeine Gesundheit wesentlich besser bestellt. Für den Vierbeiner ist nichts gut genug, schließlich soll es dem besten Freund des Menschen gut gehen. Trotzdem, dass jährlich Millionen von Euros für Hundefutter umgesetzt werden, ist die Ernährung der meisten Hunde immer noch fehlerhaft. Es werden immer noch Futtersorten verfüttert, die für die Gesundheit des Hundes nicht wirklich förderlich sind. Dazu kommen Fütterungsgewohnheiten, die nicht wirklich von Vorteil sind. Nehmen Sie sich entsprechend Zeit, damit Sie sich entsprechende Fachkenntnisse aneignen können, damit Ihr Hund lange Gesund bleibt. Du darfst nicht vergessen, dein Hund ist von dir abhängig. Er kann sich nicht zu Wehr setzen, wenn du ihn falsch ernährst.

Wie kommt es zur falschen Ernährung von Hunden?

Es gibt eine lange Liste von Gründen, warum ein Hund falsch bzw. nicht artgerecht ernährt wird. Der erste Grund sind Finanzen. Jeder hätte zwar gerne einen Hund, doch nur wenige haben das nötige Kapital zur Verfügung, mehrere hunderte von Euro monatlich übrig, um diese in qualitatives Hundefutter zu investieren. Vorsicht, nur weil das Hundefutter als hochwertig beworben wird, ist es noch lange nicht gesund. Ob das Futter für deinen Hund gesund bzw. geeignet ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Das wären zum Beispiel die Rasse deines Hundes, seine Aktivität und viele andere.

Wichtig: Vermeintliches Premium-Hundefutter muss nicht unbedingt das halten, was es verspricht. Haben Sie schon einmal einen Blick in die deutsche Futtermittelverordnung geworfen. Hier können Sie nachlesen, was alles zu Hundefutter verarbeitet werden darf. Sie werden danach sicher 3x überlegen, mit welchem Futter Sie Ihren Vierbeiner versorgen.

Ist das teuerste Hundefutter wirklich das Beste?

Hundefutter, aber welches ist das richtige?Nein, das teuerste Hundefutter muss nicht das Beste sein. Man kann aber sagen, dass Hundefutter für dessen Kauf man mehr Geld investieren muss, in der Regel weniger schädliche Zusatzstoffe und einen wesentlich höheren Anteil Fleisch enthält. Trotzdem gibt es günstigere Alternativen, einen Hund artgerecht zu ernähren, ohne sich finanziell zu ruinieren.

Eine optimale und bezahlbare Ernährungsvariante für den Hund ist die biologische artgerechte Rohfütterung (BARF). Hierbei erfolgt eine Fütterung des Hundes ausschließlich mit rohem Fleisch. Dazu werden Nahrungsergänzungsmittel gegeben, um Mangelerscheinungen beim Vierbeiner auszuschließen. BARF ist mittlerweile mehr als nur ein Trend, denn viele Hundebesitzer haben die Vorteile die diese Ernährungsvariante mit sich bringt zu schätzen gelernt. Der Hund ist agiler, er ist fitter und zeigt sich ausdauernder, da BARF den Ernährungsgewohnheiten seiner Vorfahren, dem Wolf, am nächsten kommt.

Unter Hundebesitzern gibt es ein Sprichwort, und zwar, das Geld was man sich bei der Ernährung seines Tieres spart, muss man bei den Kosten für Tierarztbesuche doppelt draufzahlen. Aus diesem Grund, sollte man sich gut überlegen, wie man seinen Hund ernährt. Vor allem da wissenschaftliche Untersuchungen den Inhalt des Sprichworts belegen. Eine Vielzahl Besuche beim Tierarzt hätten vermieden werden können, wäre der Hund artgerecht gefüttert worden. Natürlich muss es nicht unbedingt BARFEN sein, da es viele Möglichkeiten gibt, den Hund artgerecht zu ernähren. Des Weiteren darf man die Futtermittelindustrie nicht einfach verteufeln. Komplett von industriell gefertigten Hundefutter abzuraten wäre nicht gerecht, da es hier deutliche Qualitätsunterschiede gibt. Qualitätsunterschiede, die auch für einen Laien gut erkennbar sind. Auf was du achten musst, erfährst du später.

Im nächsten Teil unseres Artikels möchte ich näher darauf eingehen, welche Möglichkeiten es zur artgerechten Ernährung des Hundes gibt. Die biologisch artgerechte Rohfütterung haben wir ja bereits angerissen. Je doch ist diese nur eine von vielen Möglichkeiten, seinen Vierbeiner zu ernähren

Nassfutter

Viele Hundehalter füttern ihren Tieren Nassfutter. Bei Nassfutter handelt es sich um Hundefutter in der Dose, das je nach Marke als 400-800 g Portion verkauft wird. Im Vergleich zu Trockenfutter ist hier keine Extraktion und Trocknung der Inhaltsstoffe notwendig. Allerdings wird auch das Nassfutter erhitzt, um eine lange Haltbarkeit des Futters zu erreichen.

Im Vergleich zum Trockenfutter muss man wesentlich mehr investieren. Zudem gibt es deutliche Preisunterschiede unter den Nassfuttersorten. So kann man im Discounter schon für weniger als einem Euro Nassfutter kaufen, während man für den Kauf von Premium Nassfutter schon ein paar Euro mehr investieren muss. Doch lohnt es sich mehr Geld in den Kauf von Hundefutter zu investieren?

Diese Frage lässt sich einfach beantworten. Stell dir vor, du kaufst 1,2 kg Hundefutter für unter einem Euro. Hierbei darfst du natürlich nicht vergessen, dass der Hersteller an seinem Futter natürlich auch verdienen möchte. Es ist selbsterklärend, dass der Hersteller nicht wirklich hochwertige Inhaltsstoffe verwenden kann. Hierfür muss man nicht wirklich lange recherchieren, ein kurzer Blick in die deutsche Futtermittelverordnung reicht völlig aus.

In der Futtermittelverordnung ist genau beschrieben, welche Inhaltsstoffe im Hundefutter enthalten sein dürfen. Dazu gehören;

  • Schlachtabfälle
  • diverse Zusatzstoffe
  • Füllstoffe, wie Schwarten, verschiedene Getreidesorten

usw.

Kurz gesagt, zu Hundefutter wird alles verarbeitet, was noch halbwegs Futterqualität hat und möglichst günstig ist.

Fazit: Grundsätzlich ist es kein Problem, dass der Hund Schlachtabfälle zu fressen bekommt. Das Problem sind eher die Füll- und Zusatzstoffe, die in großen Teilen im Hundefutter enthalten sind. Zudem sind Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffe untergemischt, wie auch Zucker. Eben diese Zusatzstoffe sind es, die eher früher als später zum Problem für den Hund werden. Anfangs ist es nur entzündetes Zahnfleisch und Probleme mit dem Stuhlgang. Später kommen noch Karies und Zahnverlust hinzu. Zu viel Zusatzstoffe sind für den Hund einfach nicht gesund. Damit du beurteilen kannst, auf was du beim Kauf von Nassfutter achten musst, solltest du unseren Ratgeber für Nassfutter lesen.

Trockenfutter

Eine weitere bekannte Form der Hundefütterung ist das Trockenfutter. Auch heute noch werden viele Vierbeiner ausschließlich über Trockenfutter ernährt. Vor allem, weil damit kaum bis keine schlechte Erfahrung in der Vergangenheit gemacht wurde.

Was ist Trockenfutter?

Trockenfutter für Hunde, nicht immer ist drin was drauf steht.Für die Herstellung von Trockenfutter ist ein ganz eigener Prozess notwendig. Erst werden alle Zutaten zerkleinert und vermischt. Im nächsten Schritt erfolgt das Extrudieren bis zum Schluss aus dem Gemisch kleine Pellets gepresst werden. Diese werden in Dosen oder Säcken abgefüllt und verkauft. Für den Hundebesitzer ist Trockenfutter natürlich eine bequeme Möglichkeit, sein Tier zu füttern. Doch ist Trockenfutter für den Hund wirklich gesund?

Fazit: Auf dem Markt gibt es nur sehr wenige Trockenfuttersorten, die einen hohen Fleischanteil haben. Ähnlich wie beim Nassfutter werden auch hier sehr viele Füllstoffe, wie Getreide verarbeitet. Daher hat auch das Trockenfutter nur sehr wenig, mit einer artgerechten Ernährung des Hundes zu tun. Man darf nicht vergessen, der Hund ist ein Nachfahre des Wolfes und dieser ist und war ein reiner Fleischfresser.

Generell kann man aber sagen, dass Trockenfutter schlecht für den Hund ist. Auch wenn mittlerweile einige Hersteller von Trockenfutter dazu übergegangen sind , Trockenfuttersorten mit einem höheren Fleischanteil zu produzieren. Wir empfehlen unseren Lesern, vor dem Kauf von Trockenfutter sich immer die Inhaltsstoffe der jeweiligen Sorte näher anzusehen.

Wichtig: Leider zeigt sich die letzte Zeit immer öfter, dass Hunde Allergien und Unverträglichkeiten gegenüber verschiedene Inhaltsstoffe des Trockenfutters entwickeln. Ist das bei deinem Tier auch der Fall, solltest du prüfen, ob die Ursache der Unverträglichkeit deines Hundes bzw. dessen Allergie nicht bei deinen Fütterungsgewohnheiten zu suchen ist. Wenn ja, hast du die Möglichkeit spezielles Trockenfutter zu kaufen, dass keinerlei Allergene enthält.

BARF

Wie bereits vorher erwähnt, heißt BARF ausgeschrieben „biologische artgerechte Roh-Fütterung“. Hierbei wird die artgerechte Ernährung des Vorfahren des Hundes, des Wolfes, kopiert. Der Wolf ist ein reiner Fleischfresser und jagt seine Beutetiere selbst. Das Hauptnahrungsmittel des Wolfes ist rohes Fleisch. Zwar erfolgte die Domestizierung des Hundes vor mehr als tausend Jahre, trotzdem raten Experten auch heute noch dazu, sich bei der Ernährung des Hundes, sich weitestgehend an den Ernährungsgewohnheiten seines Vorfahren, dem Wolf zu orientieren.

Die Anhängerschaft von BARF hat sich die letzten Jahre stark erweitert. Mittlerweile gibt es viele Hundebesitzer, die auf diese Art der Hundeernährung schwören. Allerdings sollte man wissen, dass BARFEN nicht unbedingt für Anfänger geeignet ist.

Wissenswertes zum Thema BARFEN

BARFWillst du BARFEN musst du darauf achten, dass die Fleischbestandteile, wie Innereien, Muskelfleisch, Sehnen, Fett, Knorpel usw. genau auf die Rasse deines Hundes, dessen Konstitution und Rasse abgestimmt werden. Anderenfalls kommt es zu Problemen für dein Tier.

Wichtig: Nicht jede Hunderasse verträgt die Rohfütterung. Einige Hunderassen sind aufgrund ihrer Zuchtlinie nicht mehr fähig, Rohfutter zu verdauen. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass du dich vorher umfassend bei Experten informierst, bevor du dich für diese Form der Ernährung deines Vierbeiners entscheidest.

Beim Barfen gibt es noch weitere Spezialisierung und Abstufungen, die an den jeweiligen Altersstufen, Hunderassen und/oder gesundheitlichen Probleme des Hundes abgestimmt sind. Einen weiteren Überblick übers Barfen bekommst du hier.

DIÄT-Hundefutter

Diät-Hundefutter ist mit Diätprodukten für den Menschen gleichzusetzen. Dieses Futter ist speziell für Hunde mit Gewichtsproblemen entwickelt worden. Hierbei handelt es sich um extrem leichtes Futter, dass dem Hund dabei helfen soll, sein Gewicht zu reduzieren bzw. verhindert, dass der Hund erst überhaupt zunimmt. Das wird erreicht, in dem im DIÄT-Hundefutter bestimmte Inhaltsstoffe nicht vorhanden sind, wie zum Beispiel hoher Fettgehalt oder Zucker. Stattdessen wird auf fettarme und eiweißhaltiger Fleischsorten gesetzt, wie mageres Wild oder Geflügelfleisch.

Tipp: Achtet man von Anfang an, auf eine ausgewogene und korrekte Ernährung des Hundes, ergibt sich nicht die Notwendigkeit, dass du deinem Hund Diätfutter geben musst.

Welpenfutter

Für die Fütterung von Welpen wurde das herkömmliche Hundefutter abgewandelt. Welpenfutter kannst du sowohl als Trocken- als auch Nassfutter kaufen. Dabei ist die Zusammensetzung des Futters optimal auf die Bedürfnisse eines Welpen abgestimmt. In Welpenfutter sind keinerlei Stoffe enthalten, die beim Welpen Unverträglichkeiten oder Allergien auslösen können. Dafür enthält Welpenfutter eine spezielle Kombination an Inhaltsstoffen in Form von lebensnotwendigen Nährstoffen, um das Wachstum des jungen Hundes positiv zu unterstützten. Ob Welpenfutter wirklich notwendig ist, darüber streiten sich heute noch die Geister

Seniorenhundefutter

Genau wie beim Welpenfutter ist das Seniorenhundefutter auf die Bedürfnisse des alternden Hundes abgestimmt. Für die Herstellung dieses Futters werden hauptsächlich leicht verdauliche und vor allem fettarme Fleischsorten verwendet. Dazu beinhaltet das Futter eine Vielzahl an Zusatzstoffen, die wichtige Nährstoffe für Muskeln, Gelenke und Knochen liefern, um zu verhindern, dass das Tier unter Mangelerscheinungen leidet. Aber auch hier gilt, achtest du bei deinem Hund von Anfang an auf eine gute Ernährung, wird er im Alter nicht auf spezielles Seniorenhundefutter angewiesen sein.

Der Hund will sein Futter nicht mehr fressen – was kann ich tun?

Fasst der Hund sein gewohntes Futter nicht mehr an, ist das für sein Herrchen im ersten Moment ein richtiger Schock. Vorher hat der Hund doch über Monate oder Jahre sein Futter gemacht und plötzlich mag er es nicht mehr? Was macht man in so einem Fall? Im ersten Moment einfach ruhig bleiben. Verweigert der Hund sein Futter, muss er nicht unbedingt ernsthaft krank sein. Probiere einfach einen Wechsel der Futtersorten aus, um zu prüfen, ob der Hund andere Futtersorten frisst. Zudem ist ein regelmäßiger Wechsel der Futtersorten, zwischen Trocken- und Nassfutter, sinnvoll. Du willst doch auch nicht jeden Tag Pizza, oder? Verweigert der Hund auch die neue Futtersorte, solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt, um die Ursache abzuklären.

Wie kann man gutes Hundefutter erkennen?

Wenn man weiß, worauf man achten muss, ist es einfach herauszufinden, ob das Hundefutter gut ist oder nicht. In diesem Artikel gehen wir näher auf die verschiedenen Hundefuttersorten ein und verschaffen dir schon einmal einen ersten Überblick, welche Merkmal gutes Hundefutter haben muss.

  • Fleisch: Bei der Herstellung von Hundefutter ist Fleisch die teuerste Zutat. In minderwertigen Hundefuttersorten ist in der Regel nur ein geringer Anteil Fleisch enthalten. Schaue dir beim Kauf von Hundefutter unbedingt die Zutatenliste näher an. Hochwertiges Hundefutter enthält mindestens einen Fleischanteil von fünfzig Prozent oder mehr.
  • Getreide: Je besser das Hundefutter, desto geringer der Getreideanteil. Getreide ist beim Hundefutter ein reiner Füllstoff und wird gerne bei der Herstellung verwendet, da er besonders billig ist. Dabei darf aber nicht vergessen werden, Hundefutter sind reine Fleischfresser. Aufgrund ihrer Genetik ist es deren Verdauung unmöglich, Getreide Vollendens zu verwerten. Eben aus diesem Grund, solltest du nur Hundefutter kaufen, dass wenig bis gar kein Getreide enthält.
  • Keine Tierversuche: Du liebst deinen Hund, oder? Darum kaufe nur Hundefutter für dessen Herstellung keine Tierversuche stattgefunden haben.
  • Keine Zusatzstoffe: Konservierungs- und Farbstoffe, genauso wenig Aromen oder Zucker haben nichts im Hundefutter verloren. Kaufe nur Hundefuttersorten, die weder das eine noch das andere enthalten.

Fazit: Achtest du auf die Qualität des Hundefutters tust du nicht nur etwas für die Gesundheit deines Vierbeiners, sondern verlängerst maßgeblich seine Lebenserwartung. Das Fell des Hundes wird glänzender und er wird deutlich aktiver sein. Lass dich nicht von der Werbung beeindrucken, sondern mache deine eigene Erfahrung. Mit etwas Geduld und er nötigen Sorgfalt findest du genau das richtige Hundefutter für deinen vierbeinigen Liebling.